Wissenschaftler sagen, unser Salat könnte bald aus alten Kohle-Zechen kommen

Die Weltbevölkerung wächst stetig und mit ihr der Lebensmittelbedarf. Gleichzeitig werden klassische Anbaumöglichkeiten für Lebensmittel durch Dürreperioden und andere Extremwetterereignisse immer unsicherer. Mehr Menschen ziehen in städtische Gebiete, in denen kein Platz für große Acker und somit regionalen Anbau ist. Ein ziemlicher Batzen an Problemen.

Wissenschaftler der Universität in Nottingham haben nun eine mögliche Lösung präsentiert: Vertical Farming unter Tage. In Großbritannien gibt es 150.000 verlassene Kohle-Schächte. Diese könnten, wie Professor Saffa Riffat der BBC berichtete, für sogenanntes Underground Farming genutzt werden. Das bedeutet, es wird Gemüse in Regalen in den Schächten angebaut.

25.000 Quadratkilometer leerstehend

Der Vorteil ist neben einer Nutzung für die freistehenden Räume auch, dass der Gemüseanbau im Untergrund unabhängig von Wettereinflüssen funktioniert. Durch künstliche Beleuchtung und Bewässerung ist die Jahreszeit völlig irrelevant. Der diesjährige Sommer hat gezeigt, wie sehr die Landwirtschaft immer noch vom Wetter abhängt und für die Zukunft werden durch den Klimawandel immer mehr solcher Ereignisse erwartet.

Laut Riffat könnte ein sieben Quadratmeter großer Schacht im Jahr 80 Tonnen Lebensmittel produzieren. Das sei acht bis zehn Mal so viel wie auf der gleichen Fläche Land über der Erde. Alle leerstehenden Schächte in Großbritannien fassen 25.000 Quadratkilometer. Da ist also riesiges Potential. Der Wissenschaftler schätzt Kosten pro Schacht auf ca. 33.000 Euro.

Wer weiß, vielleicht begrüßen sich Landwirte also bald mit „Glück auf!“


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