Replace Plastic: Wie eine App unser Plastikproblem lösen will

Bis heute werden die meisten Produkte in unseren Supermärkten und Discountern in Plastik verpackt. Das ist, vor allem bei Trinkflaschen, schlecht für unseren Körper, da durch das Trinken Mikroplastikteilchen in unseren Körper gelangen. Viel verheerender sind jedoch die Folgen von Plastikmüll für unsere Umwelt.

Die EU hat aus diesem Grund ein Verbot von Einwegplastik, wie beispielsweise Strohhalme oder Einwegplastikbecher, in die Wege geleitet. Ab 2021 darf in der gesamten EU kein Einwegplastik mehr verkauft werden. Allerdings wurden bereits neun Milliarden Tonnen Plastik hergestellt und von denen bisher nur neun Prozent recycelt.

Einen ganzen Schritt weiter geht beispielsweise ein Supermarkt in Chiangmai, Thailand. Dort werden an Stelle von Plastik Bananenblätter zum Verpacken der Lebensmittel genutzt. Durch ihre dicke und feste Struktur eignen sich die Bananenblätter perfekt, um vor allem Gemüse und Obst nachhaltig zu verpacken.

Well done Veggie first and Rimping. Let's hope there are more great ways to cut plastic!

Gepostet von Perfect Homes Chiangmai am Donnerstag, 21. März 2019

 

Das Problem: Die Bananenblätter sind in Thailand zwar sehr kostengünstig und stehen deshalb in starker Konkurrenz zu normalem Plastik, hier zu Lande würden die Verpackungskosten jedoch stark ansteigen, da die Bananenblätter aus Ländern des Bananenanbaus importiert werden müssten. Der Import wäre zudem auf Grund der CO2-Emission eher umweltschädlich als eine umweltfreundliche Alternative.

Um dennoch dafür zu sorgen, dass in Zukunft weniger Lebensmittel im Supermarkt in Plastik verpackt werden, hat der Verein „Küste gegen Plastik“ die App „Replace Plastic“ entwickelt und veröffentlicht. Über die können Konsumenten Produkte im Supermarkt scannen, die in Plastik verpackt sind.

Bei auffällig vielen Scans eines bestimmten Produkts werden die Unternehmen vom Verein selbst kontaktiert und auf ihre umweltunfreundliche Verpackung hingewiesen. Natürlich in der Hoffnung, dass die Produzenten sich das Feedback ihrer Kunden zu Herzen nehmen und in Zukunft an alternativen Verpackungsstrategien arbeiten.


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